Hans-Hermann Hoppe hat in die Diskussion geworfen, Monarchie sei zwar nicht gut, aber besser als Demokratie: Der Monarch handelt wie ein Eigentümer, der sein Eigentum bewahrt, und hat dementsprechend eine längere Zeitpräferenz als demokratisch gewählte Staatsvertreter.
Allerdings:
1. Ist eine lange Zeitpräferenz per se besser? Stalinistische und maoistische Entwicklungskonzeptionen setzten auf sehr lange Zeitpräferenzen (alles für den Aufbau zukünftigen Wohlstandes). Die gegenwärtigen Menschen sind darüber verhungert (und dementsprechend wurde es nichts mit dem Aufbau).
2. Apropo Kommunismus: Nordkorea müsste es besser gehen. Was unterscheidet die Kim-Dynastie von einer Monarchie?
3. Oder theoretischer: Nach der Hoppe-These müsste sich eine Stufung bilden lassen, je nach Dauer einer Herrschaft. 7jährige Präsidentschaft ist besser als 4jährige Kanzlerschaft; lebenslängliche Präsidentschaft* ist besser als 7jährige usw. Spricht etwas dafür, dass es sich so verhält?
4. Wie kommt es, dass Monarchen den Merkantilismus bevorzugt haben, der ökonomisch deutlich weniger effizient ist als die freie Marktwirschaft? Warum haben die Liberalen im 18. Jahrhundert auf die Demokratie gesetzt? Weil der Monarch, wenn überhaupt, das Wohlergehen des=seines Landes und seiner Günstlinge im Blick hat, nicht das aller Menschen in “seinem” Land.
5. Eigentum führt nicht zwangsläufig dazu, dass der Eigentümer es erhält. Mutwillige oder versehentliche Zerstörung sind möglich und gehören mit zur Freiheit, die das Eigentum einschließt. Die Geschichte ist voll von Monarchen, die ihr “Eigentum” mehr oder minder brutal verschleudert haben.
6. Murray Rothbard hat die Analogie Monarch = Eigentümer zurückgewiesen, weil a. das “Eigentum” des Monarchen (bzw. Staates) unrechtmäßig zustande gekommen ist und b. Menschen kein Eigentum sein können. Der Eigentümer, der sein Eigentum vernächlässigt oder misshandelt, schädigt niemanden; ganz anders der Monarch (oder jeder andere Staatsvertreter).
Mein Fazit ist, dass die Hoppe-These eine nette Provokation an die Adresse der Demokratiegläubigen darstellt, aber weder theoretischer noch empirischer Überprüfung standhält.
–––––––
* Strikte Erbfolge-Monarchie ist ein Konstrukt. Über viele Jahrhunderte hinweg galt im Mittelalter die Wahlmonarchie.
11.08.2009 / 10:36
Stefan Blankertz
Denk-Anstoss
Stefan Blankertz
Denk-Anstoss
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Comment / 08-11-2009 / 11:22
Jo, nach Hoppe müssten ja eigentlich auch wg. des Staatsbankrotts die Generalstände Ludwig XVI. die absolute Monarchie angetragen haben.
Comment / 08-11-2009 / 12:17
>>> ‘Was unterscheidet die Kim-Dynastie von einer Monarchie?’
Dass der ‘Monarch’ ein (‘kranker’?) Dummkopf iss? Was ja nicht heisst, dass ‘echte’ Monarchen sich qualitativ unterscheiden …
Allein die wachsende Einsicht, sorry, dass eine quantitativ gleichbleibende Mehrheit von qualitativ gleichbleibender Dummheit befallen ist, macht Monarchie nicht besser als Demokratie.
Während Demokratie mit den ihr eigenen Durchsetzungsmöglichkeiten permanent vor der Aufgabe steht, diesen Befund zu wenden, kann Monarchie hier direkt mit dem Vaterbild arbeiten: wissend, bestimmend, wohlmeinend – bestenfalls. Ein Vorzug, fürs Ganze? Wenn ja, dann einer, den der (demokratische) Staat in seiner Übersetzung verfehlt und in seiner Parteienbesetzung immer auffälliger verspielt … imho.
Comment / 08-11-2009 / 13:58
Treffer, versenkt!
Comment / 08-11-2009 / 15:48
Ich frage mich bei dieser Art von Argumentation ja immer, wie man diese Zeitpräferenzrate (um die geht es) bestimmen kann, und zwar so, dass man sie mit anderen Raten (aus ganz unterschiedlichen Handlungssituationen) sinnvoll vergleichen kann.
Mit Zeitpräferenz (ohne -rate) meint man bzw. der Praxeologe ja nur, dass die Zeit bzw. der Zeitpunkt für einen Handelnden bei der Bildung seiner Präferenzen und damit bei seinen Entscheidungen eine Rolle spielt.
Aus der Handlungssituation heraus wird dann gegebenenfalls zwischen früher und später unterschieden und beides bewertet, d.h. in eine Rangordnung gebracht werden. Diese Ränge haben aber keine Ausdehnung.
Spricht man darüberhinaus von einer Zeitpräferenzrate, unterstellt man damit, dass diese Ränge eine Ausdehnung im Sinne eines messbaren Nutzens haben, denn man setzt den Nutzen zum Entscheidungszeitpunkt für früheren Konsum mit dem Nutzen für einen späteren Konsum ins Verhältnis. Nur so ließe sich ja irgendeine Verhältniszahl gewinnen, mit der man vergleichen könnte. Damit wäre man aber wieder bei einer objektiven Wertlehre.
Comment / 08-11-2009 / 16:49
“Mein Fazit ist, dass die Hoppe-These eine nette Provokation an die Adresse der Demokratiegläubigen darstellt, aber weder theoretischer noch empirischer Überprüfung standhält”
Letzteres ist ziemlich offensichtlich. Das einzige, was Hoppe wirklich richtig erkannt hat ist, dass Demokratien quasi absolut sicher auf den ökonomischen Bankrott zulaufen. Bei einer Monrachie gibt es zumindest die Möglichkeit, dass es einen guten Herrschaft gibt. Allerdings auf die Zeit betrachtet ist auch das nur eine theoretische Möglichkeit. Irgendwann kam noch in jeder Monarchie ein schlechter Herrscher an die Macht.
Ich habe Hoppe auch live erlebt und hatte den Eindruck, dass er zwar ein sehr überzeugter Anarchist ist, er aber einfach auch Spaß am provozieren hat. Das muss man also eher psychologisch deuten, denn den Nutzen von Provokationen in einer Diskussion wage ich zu bezweifeln.
Comment / 08-11-2009 / 19:09
http://www.stendal.hs-magdeburg.de/project/konjunktur/Fiwi/vorlesung/5.Semester/vorlesungsmaterial/Diskontierung.pdf
Comment / 08-11-2009 / 23:00
Ich glaube, Hoppe & Co. scheitern daran, dass sie die Dialektik bürgerlichen Rumdenkens (nennt sich auch Philosophie) nicht wahrhaben wollen: dass die (Tausch)Rationalität, die sie permanent in die erste Reihe stellen (ökonomische Gouvernementalität) ihre eigenen irrationalen (bürgerlichen) Werte erdrosselt. Das reaktionäre Gejammer über fehlende Werte, Hedonismus, Familienkollaps etc. trifft die Falschen (nämlich Linke, Sozialisten, Etatisten etc.): die ökonomische Vernunft (instrumentelle Vernunft) kennt in letzter Instanz nur den Erfolg als Messlatte: und da gehen halt die irrationalen Werte locker mit ab in den Abgrund des Uneffektiven. Die Familie ist für das Funktionieren eines Staates viel wichtiger als für ein kapitalistisches Wirtschaftssystem.
Der ideologische Eklektizismus der neuen Liberalreaktionäre verfällt der vermeintlichen Warenhauslogik der Geschichte: aus jeder Abteilung das Angenehme herauspicken und ab in den Warenkorb: wir zahlen ja schliesslich dafür. Dass entwickelter Kapitalismus, ländlich-sittliche Familienplanung und BluBoMonarch nicht in einen Warenkorb passen, ist der regredierten Tauschlogik der Reaktion nicht begreiflich.
Comment / 08-11-2009 / 23:38
Zur Beantwortung der Frage: “Was unterscheidet die Kim-Dynastie von einer Monarchie?” empfehle ich, einen Blick auf Aristoteles zu werfen.
Schon im Altertum verglich Aristoteles (3?4 bis 322 v· Chr·) alle ihm bekannten Verfassungen (politischen Systeme) und entwickelte eine auch heute viel zitierte Ty?ologie in seinem Werk ‘Politik’·
Neben der Anzahl der an der Macht Beteiligten (einer, wenige, alle) unterschied er zwischen einer guten gemeinnützigen Ordnung (Monarchie, Aristokratie, Politie) und einer schlechten eigennützigen Staatsordnung (Tyrannis, Oligarchie, Demokratie)·
Nach dieser Unterscheidung würde Aristoteles Nordkorea wohl als eine Oligarchie mit einem erblichen Tyrannen an der Spitze bezeichnen.
Comment / 08-12-2009 / 00:40
@Royalist
Ja und? Das heißt also Monarchien sind nur dann Monrachien, wenn sie nicht tyrannisch sind? Das ist ja eine ziemlich unsinnige Theorie, weil tautologisch.
Den Vorteil den Hoppe in der Monarchie sieht ist, dass der Monarch Eigentümer seines Landes ist. Wenn das der Vorteil ist, warum funktioniert das dann nicht in Nord Korea? Kim Jong Il ist ja Eigentümer des Landes. Oder wenn schon nicht Nord Korea dann doch wenigstens Saudi Arabien. Die nennen das dort sogar Monarchie sind aber trotz der Ölmilliarden ziemlich pleite, weil das Königshaus das Geld regelrecht verprasst und das Volk unterdrückt.
Man muss auch gar nicht so weit weg gehen. In Europa gab es jede Menge Monrachien die nicht so funktionierten, wie sich Hoppe das vorstellt. Er pickt sich nur die heraus, bei denen das zufällig mal halbwegs funktioniert hat.
Ich will um gottes Willen nicht die Demokratie verteidigen. Was Hoppe über diese sagt stimmt schon (stammt aber nicht wirklich von ihm). Ich bin einfach Grundsätzlich Staatsgegner oder noch allgemeiner Herrschafts skeptisch. Wenn es aber schon eine Regierung gibt, dann bin ich schon dafür irgend ein Spiel einzuführen, mit dem man diese Regierung friedlich austauschen kann. Denn, wenn sie nicht friedlich austauschbar ist, wird sie irgendwann mit Gewalt ausgetauscht und das zerstört schnell mal die ganze Gesellschaft.
Hoppe und seinen Jüngern geht es nicht darum irgend etwas zu verstehen, sondern darum eine Strategie zu entwickeln, wie man Konservative als Libertäre gewinnt, bzw vielmehr diese als libertäre bezeichnen kann. Dass geben seine Jünger auch offen zu, wie zuletzt Sean Gabb von der libertärian Alliance.
http://libertarianalliance.wordpress.com/2009/08/06/birthday-greetings-to-hans-hermann-hoppe/
Ist nicht mein Ding, weil dass aus meiner Sicht die wirklichen Lösungen für das Problem Staat verstellt. Aber gut jedem das seine. Ein großes Problem habe ich mit diesen Leuten auch nicht, weil sie auch viel richtiges sagen. Auf einen Bruderkrieg habe ich keine Lust. Und in den USA sieht man gerade, wie eine freiheitliche Bewegung entsteht, ohne irgend welche Ideologisierungen. Otto Normalbürger hat da einfach mitlerweile die Schnauze voll.
Comment / 08-12-2009 / 04:09
Immer diese Nebenkriegsschauplätze.
Hoppe stellte die Monarchie ausdrücklich nur in den Vergleich mit der Demokratie, und zählte auf, worin die Monarchie besser abschnitt, und warum das so ist.
Historisch leicht nachzuvollziehen,
von den Steuersätzen über die Anzahl von Kriegsopfern bis zur Verschuldung brechen Republik und Demokratie mit riesigem Abstand alle Rekorde.
Zwischen Tyrannis und Monarchie hat schon Plato unterschieden, historisch ist die Tyrannis eine regelmässige Missgeburt der Republik, die sich des Tyrannen bedient um ihre zwangsläufigen Fehlleistungen brutalstmöglich zum Allgemeinwohl zu korrigieren.
Dem geht regelmässig eine massive Verschuldung und wirtschaftlicher Niedergang und Stasis vorraus, trotz vorangegangener imperialer Expansion, die aber die Verschuldungsdynamik durch den Missbrauch von Schuldtiteln als Geld letztlich nicht aufzufangen vermag. Fehlende “Equity” würde man heute sagen.
Wie auch beim Übergang von der Monarchie zur Republik, exemplarisch zb. vor der franz. “Revolution”, die dann schnell bei Napoleon
landete, dem Vater aller später noch verheerenderen Nationalismen, der sich selbst aber zum Kaiser krönte.
Wäre Frankreich nicht ausgerechnet durch die Mithilfe zur amerikanischen “Unabhängigkeit” ruiniert gewesen, hätte die Monarchie dort durchaus weiterbestehen können.
Bereits die parlamentarische Schwächung der Monarchie ist ein Rezept zum Unheil.
Wäre es nach Zar Nikolaus und durchaus auch seinen Verwandten der anderen kriegsbeteiligten europäischen Herrscherhäuser gegangen, hätte der
Kriegseintritt Russlands in den ersten Weltkrieg, und somit dieser selbst, nicht stattgefunden. Er wurde aber vom Parlament und den dort vertretenen Militärs forciert.
Der Tyrann Stalin war das im Sinne Platons folgerichtige Endergebnis.
Die Saudis von Arabien haben keinerlei Macht ausser durch die Amerikaner und vorher die Engländer. Verschuldet sind sie etwa seit dem 2. Golfkrieg, den der damalige US-Vasall Hussein begonnen hatte. Vorher “schuldeten” sie nur ihre “Macht”, die sie bereits durch Erdölkonzessionen bezahlt hatten. Aber das reichte nur für den Anfang.
Letztlich spielt die Staatsform überhaupt keine Rolle, solange die Staaten in der Moderne ausnahmslos massiv bei den Falschgeldbankiers verschuldet sind.
Genauergesagt ist der moderne Staat nichts weiter als eben das Verschuldungsmodul selbst, gleichgültig ob er sich als Demokratie, (parlamentarische) Monarchie, Mullahkratur oder sonstwas bezeichnet, und auf der aktiven, momentan China zb., oder passiven, ziemlich alle anderen, Seite der Bilanz steht. Es gibt Orte, und die befinden sich auf keiner Landkarte, wo der Reichtum der künstlichen Nationen systematisch abgeschöpft wird.
Das Herrschaftssystem ist spätestens seit dem britischen Empire das Finanzsystem, längst international und überstaatlich, und wird zunehmend offen zum tyrannischen Weltstaat, dessen kategorischer Imperativ die korporatistisch und militaristisch unterstützte Öffnung der Finanzmärkte ist, dem sich jedweder “Wertekanon” bei Todesstrafe unterzuordnen hat. Wobei die Todesstrafe von deren Vollstreckern als Re-oder Erstsozialisierung in die menschlichste aller denkbaren menschlichen Gemeinschaften verkauft wird, die schliesslich herrschaftslos und rein marktrational sei.
Was ja auch stimmt solange man ausser Acht lässt, daß die Parameter dieses Marktangebots welches niemand ablehnen darf in sich selbst den Kern der Irrationalität, nämlich der Lüge tragen: Daß Falschgeld Wert besitze.
Comment / 08-12-2009 / 04:20
Ach wie gut daß niemand weiss…
Comment / 08-12-2009 / 06:11
Hier spielt die Musik:
http://www.youtube.com/watch?v=EzVhzoAqMhU
Comment / 08-12-2009 / 06:15
„Gewänn ich nicht Liebe – doch listig erzwäng’ ich mir Lust!“
Genial!
Comment / 08-12-2009 / 06:17
Nicht wütend werden, einfach alles dialektisch sehn! Dafür werde ich bezahlt!
Comment / 08-12-2009 / 08:45
>>> ‘einfach alles dialektisch sehn!’
hey, du mime aus nibelheim: hast wohl bei chereau/boulez gut aufgepasst, hmm? die wurden auch dafür bezahlt, den ‘ring’ soooooooo (und nicht anders) zu nehmen …
rein gold war das!
Comment / 08-12-2009 / 10:52
Monarchie und Demokratie stehen kategorial auf verschiedenen Ebenen. Monarchie ist eine Herrschaftsform, Demokratie ein Entscheidungsfindungsverfahren.
Wenn man vernunftgemäß _allgemeinverbindliche_ (!), gesetzliche Sicherung von Recht und Freiheit will, gehört Demokratie als prozessuale Entscheidungsmethode zwingend zur “Grundrechtsausstattung” (wie das Grundrecht auf Eigentum) des Citoyen.
Ich denke in der Freiheitskategorie: Welches Verfahren im Hinblick auf Allgemeingesetzlichkeit (und nur DIESE ist freiheitsstiftend) könnte Demokratie ersetzen? Ich sehe leider keins…
Comment / 08-12-2009 / 13:19
@Mutabor:
Alles schön und gut. Es gab also Monarchien die nicht tyrannisch waren (obwohl sie auch alles andere als libertär waren). Es gibt auch Demokratien für die man das sagen kann. Aber was ist denn jetzt genau der der Monrachie immernente innewohnende Mechanismus der Verhindert, dass eine Monrachie zu Tyrannis wird? Da hilf aus meiner Sicht nur Beten und das ist ziemlich unbefriedigend für einen Nichtgläubigen. Dass der Monrachie Eigentümer war scheint das alles nicht verhindert zu haben.
Was bleibt ist die Forderung, wäre es nicht schön einen guten Monrachen zu haben…
Comment / 08-13-2009 / 22:12
@Stefan: Hast Du die Kommentare hier: http://ef-magazin.de/2009/08/12/1413-staatsformen-mona-und-demo gelesen und wie lange haben Deine Haare gebraucht, um sich wieder zu legen? Ist das “ef” ergo für Libertäre noch ein geeignetes Umfeld um zu publizieren?
Comment / 08-14-2009 / 11:06
Was ist das denn für ein mieser Blog-Eintrag von einem Akademiker?
“Hans-Hermann Hoppe hat in die Diskussion geworfen …”
dann schreiben Sie doch einen Review des Buches oder des entsprechenden Kapitels.
“1. Ist eine lange Zeitpräferenz per se besser?”
Schon die Fragestellung geht doch daran vorbei, was Hoppe aussagt. Die natürliche Zeitpräferenz wird in einer Demokratie verkürzt. Die Mechanismen sind völlig eindeutig.
Diese empirischen Vergleiche an der Sache vorbei wären für einen Austrian beschämend.
Aber wahrscheinlich geht es wieder nur darum Hoppe eins rein zu würgen. Das kennt man ja schon.
Comment / 08-14-2009 / 11:11
10 bis 15 % Staatsquote und noch so Sächelchen wie eine Schulzwangsfreiheit – wie sie im ‘ef’-thread behauptet werden – könnten mich glatt zur Monarchistin wenden. Wenn der künftige nationale Monarch dann noch aussähe wie der heutige von_und_zu_Wirtschaftsminister (der ‘ohne demokratisches Frauenwahlrecht nicht möglich’ wäre, wie ich schon lesen musste!), wären sogar wieder Huldigungen angezeigt
…
Schmarrn. Allein hohe Zeitpräferenz, niedrige Staatsquote und das Entfallen des Eurobürokratismus bestechen momentan.
Comment / 08-14-2009 / 18:14
beim besagten potentiellen Potentaten
würde ich aber erstmal auf einer Haarprobe bestehen. Ich finde der sieht recht verkokst aus.
Comment / 08-15-2009 / 09:20
@ DDH: Komische Kommentare gibt es auch hier, siehe Boggwart Donald Schaf.
@ elsa: Der Vergleich, den Royalisten anstellen, von Staatsquoten bzw. Schulzwang in der Monarchie vs. Demokratie usw. müsste sich schon auf Systeme vergleichbaren Entwicklungsstandes beziehen. Das “Gesetz zunehmender Staatsstätigkeit” gilt nämlich für alle Systeme. Für das heute weltweite Staatsschulsystem z.B. ist das monarchistische Preussen ein wichtiges Vorbild gewesen.
Bezüglich Aristoteles: Ich schätze seine Philosophie sehr, aber bei der Staatslehre spricht er als Ideologe von Alexander, der ein Usupator war. Das Problem ist doch, wie eine Monarchie es sicherstellt bringt, dass tatsächlich ein weiser Monarch regiert und nicht ein Nero.
Ich empfehle den Royalisten insgesamt eine Besinnung auf Augustinus’ Hinweis, alle Reiche würden aus Räuberbanden hervorgehen. Da ist nichts von gewachsener Struktur oder Legitimität außer Gewalt.
Comment / 08-15-2009 / 10:50
@Stefan Blankertz
Sind Sie sicher, dass Sie Hoppe richtig verstehen wollen? Das Argument Monarchie sei besser, ist ein rein wirtschaftliches, keines in dem Menschenrechte parallel gehen müssen.
Mit einem linken Anspruch natürlich nicht zu vereinbaren.
Comment / 08-15-2009 / 20:22
@ Donald Schaf: Seit wann verbindet sich der linke Anspruch mit Menschenrechten? (Der Menschenrechts-Gedanke ist vielmehr etwas genuin Liberales.) Und seit wann habe ich einen linken Anspruch? Wenn das irgendwo so erscheinen sollte, bitte ich das zu entschuldigen. Rinks und Lechts verwechselt sich so leicht. (Ich fand das schon in den 1980er Jahren unglücklich, dass der geniale Samuel Edward Konkin III seine Agoristen “the Movement of the Libertarian Left” meinte nennen zu müssen.)
Comment / 08-15-2009 / 23:13
Demokratie ist sowohl ein Entscheidungsfindungsverfahren als auch ein Herrschaftsmodell (wenn Menschen gezwungen werden, an diesem Verfahren teilzunehmen und die Entscheidungen zu akzeptieren).
Monarchie ist ebenfalls sowohl ein Entscheidungsfindungsverfahren (einer entscheidet alleine) als auch ein klar erkennbares Herrschaftsmodell .
Insofern sind beide unvereinbar mit dem Libertarismus (wenn keine Möglichkeit besteht, diese Herrschaft ohne Kosten abzulehnen).
Comment / 08-16-2009 / 10:37
@SB
“Seit wann verbindet sich der linke Anspruch mit Menschenrechten?”
Spätestens seit der Erklärung der selbigen durch die UN. Aber darum ging es nicht.
“(Der Menschenrechts-Gedanke ist vielmehr etwas genuin Liberales.)”
Was ein Fehler war.
“Und seit wann habe ich einen linken Anspruch?”
Habe ich nirgendwo behauptet, aber vielleicht schwingt der Irrtum ja trotzdem unterschwenglich mit, wenn man rein wirtschaftswissenschafliche Vergleiche im Nachhinein mit einem “sozialen” Mäntelchen in den Kakao zieht.
Ich gestehe zu, dass es ein Problem ist, wenn sich das Wohlstandsziel des Monarchen nicht mit dem Wohlstand seiner Untertanen deckt, aber Hoppe redet nur vom Eigentum des Monarchen vs. dem Eigentum in der Demokratie, das dem totalen Staatszweck dient. Der Monarch hat eher die Möglichkeit durch Pflege seines “Eigentums” es auf einem hohen produktiven Stand zu bringen, was Hoppe im fraglichen Zeitraum auch reichlich belegt hat. Jetzt kommen Sie mit Nordkorea. Da muss man sich schon über das hanebüchene Niveau wundern.
Pingback / 08-16-2009 / 12:15
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