Na da freuen sich die Klimaskeptiker aber so richtig: der verkündete Wärmekollaps der Erde ist nur ein grosser fake!
Leider wird in solchen ideologischen Pamphleten immer mit einer Verwechslung von Wahrheit und Richtigkeit gearbeitet. Wohl mag es wahrscheinlich sein, dass die belauschten Klimatologen gefälschte Daten und manipulierte Auswertungen benutzt haben und weiter benutzen werden. Aber: das ist der Tatbestand der Lüge, der wissenschaftsethisch bedenklichen Einflussnahme ideologischer Positionen. Was aber aus diesem Rummel nicht zu keltern ist, ist eine Antwort auf die Frage, ob die Behauptung der Klimakatastrophe nun richtig oder falsch ist. Eine Wahrheit (im Sinne von Richtigkeit) kann auch erlogen sein.
Einstein hatte in seinem errechneten Modell vorausgesagt, dass Masse Licht ablenkt. Der praktische Beweis wurde durchgeführt – der Siegeszug der Relativitätstheorie wurde so massiv in Gang gesetzt. Doch: “Erst bei späteren Überprüfungen zeigte sich, dass die Messfehler bei diesem Experiment ebenso groß waren, wie die gezeigte Ablenkung.” Der Beweis war also ein fake – inwieweit die Veranstalter des Beweises das wirklich gewusst haben, wird im Dunkel des Nichtwissens bleiben. Aber selbst wenn sie das Schlagende des Beweises erlogen haben, so ist doch das Bewiesene unabhängig von dieser offenen Frage wahr.
Eine moralische Diskreditierung der Klimahysteren mag die angemessene Folge sein – nicht jedoch das selbstgefällige Gemurmel der Klimaskeptiker: die Wahrheit über’s Klimaschicksal ist nach wie vor unentscheidbar. Man sollte vielleicht nur in Überlegungen eintreten, wie einem globalen Paradigmenwechsel am besten zu begegnen sei: von wissenschaftlich-politischen Ideologien kollektiv getrieben oder auf die Beweglichkeit und den Überlebenswillen kleiner überschaubarer Systeme vertrauend: “Seid Bienen wie die Fliegen!” …
Comment / 11-24-2009 / 23:27
Naja, aber die Chefideologen sind nunmal die Klimakatastrophiker, da ist so ein bischen kaum wahrnehmbare Dissidenz doch ganz willkommen. Ich hätte auch gern mehr Dattelpalmen an der Nordsee, dann bräuchten wir die Datteln auch nicht mehr vom Atomachmadinejad kaufen, und dann könnte der keine bösen Raketen aus den Dattelerlösen mehr bauen, bzw. nur noch auf Kredit. Den tät er aber auch nicht mehr kriegen, weil wir dann auch kein Heizöl mehr bräuchten. Wer gegen die Klimakatastrophe ist, ist also im Grunde seiner Seele für die Zerstörung Israels.
Comment / 11-25-2009 / 14:31
ich finde, orangenbäume in köln täten’s auch, wie es sie dort schon mal im mittelalter gegeben haben soll … aber kann man denn überhaupt für oder gegen eine nicht oder doch bevorstehende klimakatastrophe sein?
oder eben auch: kann man gegen israeli sein – wo die doch orangenlieferanten sind, auch wenn sie den anderen schon mal das wasser dafür abgraben und die dann ihre kassams verschicken, die sie zuvor aus der portokasse der hilfsfonds bezahlt haben? also, ich versteh’ das alles nicht …
und das mit dem heizöl ist sowieso kalter kaffee: im einst friedenstiftenwollenden oslo ging neulich das erste osmose-kraftwerk ans netz …
(achso, das noch: eine eher verhagelte folgerung war das da oben … wo’s regnet.
Comment / 11-25-2009 / 16:30
Und ich sage: Es kann nur ein Wetter geben.
Und das mit den Fliegen stimmt auch nicht ganz, sonst würde es keine Fliegengläser geben, aus denen der Wittgenstein den Fliegen den Weg weisen will.
Comment / 11-25-2009 / 17:55
interessant! es gab + gibt fliegengläser? nie gehört. wie grausam aber auch – auch, dass kluge, indem er mit ihnen sympathisiert, sich derart irren kann!
ich z. b. fang’ die, wenn schon, mit der patsche in der hand … ein schneller tod ist auch fliegen gnädiger! iss doch (praktisch) richtig so, oder?
… weshalb mir auch wittgensteins ziel der philosophie (echt wahr oder nur richtig?), ‘der fliege den ausweg aus dem fliegenglas zu zeigen’, so sehr zu herzen geht …
Comment / 11-29-2009 / 10:21
Klima ist heute leider mehr als reine Wissenscahft. Ich halte das nach wie vor für eine der gefährlichsten Ideologien die es im Moment gibt. Da tut so ein bischen Gegenpropaganda schonmal ganz gut, auch wenn es streng wissenschaftlich nicht immer korrekt ist.
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