Der Nikolaus hat mir, sinnigerweise, den “Gotteswahn” von Richard Dawkins gebracht. Das Buch hat mich gleich gefangen genommen. Es ist verstörend klar. Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Gedanken dazu aufschreiben, nur in Punkto Thomas von Aquin widersprechen und am Schluss erklären, warum ich trotzdem Katholik bin. Als Vorgeschmack dies:
“Der Gott des Alten Testamentes ist […] die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf, ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachsüchiger, blutrünstiger, ethnischer Säuberer, ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sodomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann” (S. 45).
Übertrieben? Hetzerische Sprache? Ich bin erschreckt, feststellen zu müssen, dass es Dawkins bei näherem Hinsehen, beim Absetzen der rosaroten Brille genau trifft. Ich hatte schon auf die extrem brutale und ungerechte Geschichte mit dem Goldenen Kalb hingewiesen (auch durch “gerechte Sprache” nicht zu schönen). Bei Dawkins finde ich den Hinweis auf eine andere Geschichte, keineswegs ein Einzelfall, in ihrer empörenden Grausamkeit allerdings ein trauriger Tiefpunkt. Ich kannte die Geschichte, habe sie aber verdrängt, in ihrer ganzen ethischen Verworfenheit nicht betrachtet:
“30 Und Jeftah gelobte dem HERRN ein Gelübde und sprach: Gibst du die Ammoniter in meine Hand, 31 so soll, was mir aus meiner Haustür entgegengeht, wenn ich von den Ammonitern heil zurückkomme, dem HERRN gehören, und ich will’s als Brandopfer darbringen. 32 So zog Jeftah auf die Ammoniter los, um gegen sie zu kämpfen. Und der HERR gab sie in seine Hände. […]
34 Als nun Jeftah nach Mizpa zu seinem Hause kam, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind, und er hatte sonst keinen Sohn und keine Tochter. 35 Und als er sie sah, zerriss er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter, wie beugst du mich und betrübst mich! Denn ich habe meinen Mund aufgetan vor dem HERRN und kann’s nicht widerrufen. 36 Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan vor dem HERRN, so tu mit mir, wie dein Mund geredet hat, nachdem der HERR dich gerächt hat an deinen Feinden, den Ammonitern.
37 Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wollest mir das gewähren: Lass mir zwei Monate, dass ich hingehe auf die Berge und meine Jungfrauschaft beweine mit meinen Gespielen. 38 Er sprach: Geh hin!, und ließ sie zwei Monate gehen. Da ging sie hin mit ihren Gespielen und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. 39 Und nach zwei Monaten kam sie zurück zu ihrem Vater. Und er tat ihr, wie er gelobt hatte” (Richter 11, 30-39, Luther-Bibel 1984).
Jedes Adjektiv, jedes einzelne, das Dawkins ausspricht, lässt sich an dieser Geschichte bewahrheiten.
Comment / 12-07-2009 / 20:59
Wieso, der HERR sagte doch kein einziges Wort dazu, und was kann der HERR dafür, wenn sich irgendein irrer Jude irgendeinen Wahn ausdenkt?
Wenn überhaupt, trifft die Charakterisierung
von Dawkins, “jedes einzelne Adjektiv” also auf alttestamentarische Juden mit Gotteswahn zu, aber nicht auf den HERRN, der sich ausser in der Wahnarbeit Jeftas völlig aus der Angelegenheit herausgahalten hat.
Man könnte sich höchstens fragen, warum der
HERR nicht einschritt, als der irre Jude Jefta seine Tochter verbrannte, ihm also unterlassene Hilfeleistung vorwerfen,
andererseits gibts ja laut Codex Libertarius keine Verpflichtung zur Hilfeleistung, so fucking what.
Das könnte manchen so passen, erst dem HERRN die eigene perverse Grausamkeit unterschieben, damit man sich auch guten Gewissens so richtig austoben kann, DEUS VULT usw., und dann später den HERRN generell als Wahngebilde erklären.
Menschen sind komische Tiere.
Comment / 12-07-2009 / 22:00
Das hiesse ja, Lazarener, alle, nicht nur ‘irre Juden’, haben sich ihren Gott nur ausgedacht, denn: das AT, die Torah, den Koran wurde von Menschen, diesen ‘komischen Tieren’ also, geschrieben ! Und dass der Herr, sofern ein solcher als existent + zuständig gelten darf, keinen Einfluss auf ein Manuskript, hatte, dem Dawkins, indem er Charakterzüge als gegeben extrahiert, auf den Leim geht …
Comment / 12-07-2009 / 22:01
»Man könnte sich höchstens fragen, warum der HERR nicht einschritt.«
Hey, genau, du hast es erfasst. Isaak hat Er gerettet (Dawinks fragt zurecht: Wie wird ein Kind dieses Trauma je überleben …), warum also hat der allwissende und allmächtige Gott nicht dieses Kind vor dem Gotteswahn beschützt? Stattdessen lässt er es eingehen in die heilige Schrift und als Vorbild gelten.
Menschen sind komische Tiere.
Comment / 12-07-2009 / 22:03
Liebe Elsa, genauso ist’s
Comment / 12-07-2009 / 22:59
ach, laßt mich doch mit eurem Scheiss in Ruh…
Comment / 12-07-2009 / 23:18
“Wie wird ein Kind dieses Trauma je überleben”
Wie mans macht ists falsch…
Comment / 12-08-2009 / 02:36
“Und dass der Herr, sofern ein solcher als existent + zuständig gelten darf, keinen Einfluss auf ein Manuskript, hatte, dem Dawkins, indem er Charakterzüge als gegeben extrahiert, auf den Leim geht …”
Dawkins scheint also ebenso wie diese geistig Minderbemittelten recht alttestamentarisch gläubig zu sein,
wenn er das Geschreibsel gotteswahnsinniger Juden als “gegeben” extrahiert.
Wahrlich, ich sage euch aber:
Das alte Testament ist nicht gültig.
War es auch noch nie.
Mein Vater im Himmel liess mich den Menschen von diesem Irrtum befreien, indem Er zunächst mich erkennen liess, daß
dieser ganze alttestamentarische Gotteswahn
ein Hirngespinst der Leib-Haftigen war.
Denn es ging denen ja immer wieder nur darum,
ANDERE zu opfern, damit ihr imaginierter Gott ihnen dafür etwas ganz schnöd materielles gab. Zb. den Sieg über
sogenannte Feinde, gute Ernten, schöne Frauen, usw. Dieser “Gott” ist in Wahrheit Satan!
Ich hingegen habe diese ganze Welt, als Welt-Bild, überwunden und mich freiwillig kreuzigen lassen, als Mensch, und damit dem schnöden Materialismus den Stinkefinger gezeigt, und auch dem Versucher, der immer die kontrollierbare Welt anbietet, um die Seele vergessen zu lassen, daß sie der Welt gar nicht bedarf, weil sie nicht von ihr ist, sondern umgekehrt die Welt von ihr ist:
als Missverständnis des Sinns durch die Sinne.
Ich aber bin der Sohn der Seele,
und in meiner geistigen Erkentnis eins mit ihr und meinem Vater.
Nur in so fern habe ich den Menschen von der Sünde, der Ur-Sünde erlöst, der Identifikation mit dem Material, indem ich ihm ein Vorbild gab, ohne das allgemeingültig zu wollen, denn wie könnte ich die Finsternis verwerfen, ohne die Ich, das Licht, nicht erscheinen kann, das war reine Geschmackssache meinerseits, ob der Mensch es aber befolgt, indem er ablässt von der Dunkelheit, und auch von diesem wiederum schnöd erwartungsbehafteten Ablassen ablässt, darin liegt seine mögliche Befreiung.
In meinem Lazarett kann der Mensch Heilung finden, von der Welt durch die Welt, denn Ich bin das Herz der Finsternis, der Mittler einer göttlichen Möglichkeit.
Wobei Alles möglich ist, auch mein Gegenteil, die Entscheidung trifft der Konsument. Ganz marktgerecht.
The way you like me, is the way I am.
Aus menschlicher Sicht sang diesbezüglich James Brown, in Sex Machine:
The way I like it, is the way it is.
Die Wahrheit und das Leben: Ich bin.
Und zeige mich nur im Schleier.
Comment / 12-08-2009 / 02:53
P.S: So, buy me the way YOU ARE.
Comment / 12-08-2009 / 09:22
“Mein Vater im Himmel liess mich den Menschen von diesem Irrtum befreien, indem Er zunächst mich erkennen liess”
. Und dieser “Vater”, das ist nach dem Zeugnis von Christus Jesus der Gott des alten Testaments. Daran gibts nix zu deuteln.
Nun mal langsam. Vater und Sohn sind identisch (“Ich bin im Vater und der Vater ist in mir.”
Noch mal zu Jefta: Der Punkt ist doch, dass wir, wenn wir diese Geschichte als “irre” im Sinne von “irrendem Menschen” begreifen, warum dann nicht jede andere auch (10 Gebote usw.), denn alle, inkl. Neues Testament, sind von Menschen überliefert, die irren können und vor allem, die ihre eigenen Interessen als diejenigen von Gott ausgeben.
Comment / 12-08-2009 / 12:50
Bist Du Jesus oder Ich? Also!
Comment / 12-08-2009 / 14:51
@ Stefan
>> ” … warum dann nicht jede andere auch (10 Gebote usw.)”
ja, warum nicht? gott ist – als symbolgestalt – imho eine instanz des gewissens, und wo das wieder herkommt: weiss gott … jedenfalls: geschichtliche, von menschen überlieferte ereignisse können unmöglich originär göttliche nachrichten, weisungen, gebote transportieren: es gibt keinen beweis seiner existenz; d. h., so ein transport mag nach menschenregeln zwar gelingen (menschen ‘glauben’!), aber wer sagt ihnen denn, dass sie von GOTT kommen? menschen. (ich dachte, wir hätten das geklärt!?)
so lange sich menschen als trieb- und interessensgesteuert er_weisen, gilt (für mich), was ‘jesus von lazarett’ (ganz oben) so sensationell schlüssig ins diesseits geholt und gerettet hat …
@ Jesus von Lazarett
nachdem Der HERR in den thread sprach, wir sollten ihn doch ‘mit unserem scheiss in ruhe lassen’, bin ich wegen einer nicht enden wollenden serie von freuden_glucksern sehr, sehr lange schlaflos geblieben: es war der ultimative befreiungs_schlag und wirklich nett von ihm …
God is great!
Comment / 12-08-2009 / 21:29
sorry … g’rad noch über folgendes d’rübergestolpert:
>>> ” … daß dieser ganze alttestamentarische Gotteswahn ein Hirngespinst der Leib-Haftigen war (…
Dieser “Gott” ist in Wahrheit Satan!”
aber, aber … wem geht der lazarener denn da zusammen mit den ‘geistig minderbemittelten’ (von denen er oben spricht) selber auf den leim? ich könnte es ihm zwar auch sagen, aber ich lasse lieber mal einen bloggenden allrounder* sprechen :
“Heute beim vorbeifahren mit dem Auto vom Beifahrersitz aus auf einer Plakatwand gesehen. ‘Gott ist Wahrheit – Satan ist Lüge.’ Das scheint mir aber doch schon ein Paradox zu sein, denn wenn ich mich recht erinnere haben die Christen doch den Satan erfunden. Und wenn das so ist sind somit die Christen die Lügner, wenn sie sagen »Satan ist Lüge«, und somit kann man ihnen auch nicht glauben dass der komische Gott bzw. die Existenz dieses komischen Überwesens die Wahrheit ist.”
… und so weiter. also frag’ ich doch den lazarener (hab ich mir gedacht), ob er diesen satan schon mal im lazarett liegen hatte und daher mehr (als nur testamentarisch überliefertes) von ihm weiss als wir … z. b. ob er wirklich nach schwefel riecht und so ?
*quelle auf anfrage
Comment / 12-09-2009 / 01:35
8:41 Ihr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott.
8:42 Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt.
8:43 Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören.
8:44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.
http://www.jesus-web.de/bibel/buch/joh008.htm
Comment / 12-09-2009 / 03:12
So jedenfalls Ich als mein Vorgänger.
Aber Wir wollen ja nun gar nicht mehr so sein,
denn vielleicht isses und wars ja eh alles ganz anders, zb. mit dem Jeftah, gucksu hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jiftach
Comment / 12-09-2009 / 08:03
exegese statt hermeneutik, analogien statt allegorien! man nehme den ‘führer der unschlüssigen’, maimonides, kombiniere mit dem bibelkritiker spinoza, blättere bei dawkins und bemühe aus heutiger sicht:
* befreiungstheologisches Schriftverständnis
* dialektisch-theologisches Schriftverständnis
* existenzialistisches Schriftverständnis
* evangelikales Schriftverständnis
* feministisches Schriftverständnis
* fundamentalistisches Schriftverständnis
* sozialgeschichtliches Schriftverständnis
* Lectio divina (vierfacher Schriftsinn)
* (tiefen)psychologisches Schriftverständnis
…und suche sich dann was passendes aus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ignorantia_non_est_argumentum
oder in diesem fall doch? givin’ in
…
Comment / 12-09-2009 / 09:41
“8:44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. ”
was gibts ga zu deuteln?
Comment / 12-09-2009 / 14:24
>> “was gibts ga zu deuteln?”
jetzt nix mehr.
Comment / 12-10-2009 / 15:06
Die Analyse hier vergisst IMHO einen wichtigen Punkt, nämlich die Bedeutung der Schrift im Vergleich zum Werkünder/Vorbild/Gründer. Der Christus des Islam ist der Koran, und der Mohammed des Christentums ist die Bibel. Das eine ist sozusagen das unverfälschte Original, aus dem Gott selbst spricht, das andere die Berichterstattung darüber und die Interpretation.
Deswegen ist das AT (und ebenso das NT) auch nicht als “Gottes Wort” selbst zu verstehen, sondern indirekt als Bericht darüber, der wie alle menschlichen Berichte, im Altertum gilt das noch mehr, dem Risiko des Filterns, Hinzudichtens und Missverstehens unterliegt.
Wir begingen einen Fehler, läsen wir die Texte aus dieser Zeit als wissenschaftliche Ausarbeitung, die uns ein vollständiges Bild von Gott liefert. Und wir würden die Rollen von Gott und Gläubigem umkehren, wenn wir verlangten, dass unser Erleben mit Gott gefälligst in ein Raster zu passen habe, das mit unserer Vernunft zu jedem Zeitpunkt immer komplett widerspruchsfrei zu erfassen ist, oder noch besser ihr geradezu folgt – das wäre ja dann gerade das, was die Religionskritiker voraussetzen, nämlich dass der Gläubige sich seinen Gott selbst bastelt.
Aus christlicher Sicht ist der alleinige Schlüssel zum Erfahren von Gott eben der Christus. Vor dem Hintergrund seiner Person und seines Lebens sind dann die Texte der Bibel zu lesen.
Das verhindert natürlich keine anderen Zugänge, nur wären die dann kaum noch christlich zu nennen. So sind aus meiner Sicht viele sog. “Fundamentalisten” eben in Wirklichkeit keine, jedenfalls keine christlichen, sondern Biblisten, die auf Luthers Spuren so sehr über das Ziel hinausgeschossen sind, dass sie unterwegs Christus verloren haben und der Bibel, insbesondere dem AT, den bevorzugten Rang verleihen, den der Koran für den Islam hat.
Comment / 12-10-2009 / 18:14
@ rayson: “Biblisten”, schöne Wortprägung. Ich sehe das auch so. Aber damit ist klar: Die Rechtsquelle ist außergesetzlich, liegt also nicht in den heiligen Texten, sondern diese werden an einem Maßstab gemessen – der wie erlangt wird? Offenbarung? Gewissen? Vernunft? (Ich plädiere für letzteres, demnächst auf der ff zu lesen.)
Comment / 12-11-2009 / 00:38
@rayson
Das muslimische Glaubensbekenntnis,
welches auch den Eintritt in den Islam markiert, lautet übersetzt ungefähr
“Es gibt keinen Gott, es gibt nur Allah,
und Mohammed ist Allahs Prophet”
Daran kann man schon erkennen, daß der Gestalt des Mohammed eine starke Bedeutung im islamischen Glauben zukommt, und es keineswegs so ist, daß der Koran “der Christus des Islam” sei.
Eine weitere Bestätigung dafür findet sich
auch in der Beschreibung der Eigenschaften Schaitans, dieser nämlich spricht laut Tradition ebenfalls das Glaubensbekenntnis
aus, aber nur den ersten Teil – “La illaha il Allah”, weigert sich aber, den zweiten Teil “Muhammadun Rasul Allah” auszusprechen,
da er beleidigt ist über die hohe Stellung, die Allah einem seiner Meinung nach niedrigeren Geschöpf als ihm, einem Menschen eben, zuspricht.
Nebenbei wirft das ein Licht auf die Verortung derjenigen, welche die Verehrung Mohammeds als “Schirk” verurteilen, also zb. die Wahabiten, unter deren saudischer Regierung inzwischen rund 90% der historischen islamischen Stätten systematisch zerstört worden sind.
Und es wirft ein Licht auf die Verortung der Medien, die selbstverständlich ausführlich über die Zerstörung von Buddha-Statuen u.ä. durch “Fundementalisten” berichten, zu der Zerstörung islamischer Gräber und Moscheen durch die Saudis aber bemerkenswerterweise kein einziges Wort verlieren, wodurch diese Fakten auch kaum bekannt sind.
Some of the destroyed sites include:
Mosques
* The mosque at the grave of Sayyid al-Shuhada’ Hamza bin Abdul Muttalib.[8]
* The Mosque of Fatima Zahra.[8]
* The Mosque of al-Manaratain.[8]
* Mosque and tomb of Sayyid Imam al-Uraidhi ibn Ja‘far al-Sadiq, destroyed by dynamite on August 13, 2002.[10]
* Four mosques at the site of the Battle of the Trench in Medina.[11]
* The Mosque of Abu Rasheed.[7]
* Salman al-Farsi Mosque, in Medina.[7]
* Raj’at ash-Shams Mosque, in Medina.[7]
Cemeteries and tombs
* Jannat al-Baqi in Medina, completely leveled.
* Jannat al-Mu’alla, the ancient cemetery at Mecca.[7]
* Grave of Hamida al-Barbariyya, the mother of Imam Musa al-Kazim.[10]
* Grave of Amina bint Wahb, the Prophet’s mother, bulldozed and set alight in 1998.[12]
* Graves of Banu Hashim in Mecca.[7]
* Tombs of Hamza and other martyrs were demolished at Uhud.[7]
* Tomb of Eve in Jeddah,[7] sealed with concrete in 1975.
* Grave of the father of the Prophet, in Medina.[7]
Historical religious sites
* The house of Mawlid where Muhammad is believed to have been born in 570. Originally turned into a cattle market,[11] it now lies under a rundown building which was built 70 years ago as a compromise after Wahhabi clerics called for it to be torn down.[3]
* The house of Khadija, Muhammad’s first wife. Muslims believe he received some of the first revelations there. It was also where his children Umm Kulthum, Ruqayyah, Zainab, Fatima and Qasim were born. After it was rediscovered during the Haram extensions in 1989, it was covered over and public toilets were built above the site.[13]
* House of Muhammed in Medina, where he lived after the migration from Mecca.[7]
* Dar al Arqam, the first Islamic school where Muhammad taught.[3] It now lies under the extension of the Haram.[12]
* Qubbat’ al-Thanaya, the burial site of Muhammed’s incisor that was broken in the Battle of Uhud.[8]
* Mashrubat Umm Ibrahim, built to mark the location of the house where the Prophet’s son, Ibrahim, was born to Mariah.[10]
* Dome which served as a canopy over the Well of Zamzam.[7]
* Bayt al-Ahzan of Sayyida Fatima, in Medina.[7]
* House of Imam Ja’far al-Sadiq, in Medina.[7]
* Mahhalla complex of Banu Hashim, in Medina.[7]
* House of Imam Ali where Imam Hasan and Imam Husayn were born.[7]
[edit] Tombs at the Prophet’s Mosque under threat
The Prophet’s Mosque in Medina is where Mohammed, Abu Bakr and the Islamic Caliph Umar ibn Al Khattab are buried. A pamphlet published in 2007 by the Saudi Ministry of Islamic Affairs, endorsed by Abdulaziz Al Sheikh, the Grand Mufti of Saudi Arabia, stated that “the green dome shall be demolished and the three graves flattened in the Prophet’s Mosque.” This sentiment was echoed in a speech by the late Muhammad ibn al Uthaymeen, one of Saudi Arabia’s most prominent Wahhabi clerics: “We hope one day we’ll be able to destroy the green dome of the Prophet Mohammed”.[4]
[edit] In Iraq
Al-Askari Mosque 2006
With the rise of sectarian violence in Iraq resulting from the 2003 US invasion, major shrines and mosques associated with early figures in Islam have been targeted by bombings, some of which have resulted in devastating effects.
Destroyed sites include:
* Al-Askari Mosque, Samarra, a major Shia shrine in Iraq was bombed in February 2006 and again in June 2007.
* Imam Ali Mosque, Najaf
http://en.wikipedia.org/wiki/Destruction_of_sites_associated_with_early_Islam
Comment / 12-11-2009 / 12:04
@Stefan Blankertz
Der Maßstab wäre für Christen die Person Jesus Christus.
@Sklave
Mohammed hat sicher eine herausragende Bedeutung für den Islam, aber die hat die Bibel für das Christentum auch.
Unverfälschtes Wort Allahs jedoch ist allein der Koran und Mohammed nur ein Mensch, während Christus der Sohn Gottes und die Bibel Menschenwerk ist (jeweils nach dem Verständnis der beiden Religionen). Die Analogie ist nicht perfekt, passt aber m.E. recht gut, um die “Rangfolge” zu klären.
Comment / 12-11-2009 / 13:33
Rayson,
mit Verlaub, Sie haben keine Ahnung vom Islam, und der Bedeutung der Gestalt des Propheten Mohammed dort, aber das sei Ihnen von Herzen weiter gegönnt, da ich längst um die Fruchtlosigkeit solcher Diskussionen mit Leuten weiß, die nach ein paar aufgeschnappten allzu-westlich-orientalistischen Häppchen bereits den Islamexperten mimen, und dieses unappetitliche Fastfood unaufhörlich wiederkauen, egal was man ihnen für erlesene Labsale aus der vielfältigen traditionellen muslimischen Küche anbietet, wie zb. just die wieder ignorierte hohe Stellung des “nur” Menschen vor Allah…
Woran selbstverständlich – mindestens ein mea culpa gehört ja in ehemals christlichen Landen zum bon ton littéraire – auch der widerwärtige Fraß mit Schuld ist, den man derzeit in “Saudi”-Arabien serviert, und
als Djihad-MCWürg auch weltweit zu “vermarkten” sucht, der fehlende Nachfrage mit viel schmierigem US$-Ölgeld nachhelfend…, wobei es sich bei denen ja, wie oben aufgezeigt, um reinblütige Satanisten handelt, installiert von eben solchen, aber das versteht man wiederum auch nur, wenn man, usw. usw. usw.
(das deuted übrigens auf die Vorherbestimmung hin, aber das wäre wieder ein weiteres 5-Gänge Menu, und ich wollte doch eigentlich nur weiterhin guten Appetit beim Bürgerking wünschen, und laßt uns bitte auch in Ruhe, ja?)
Comment / 12-14-2009 / 21:15
@Sklave
Dann kläre mich auf. Ist der Koran (in Hocharabisch) nicht Allahs unverfälschtes Wort? Ist das Original davon nicht bei Allah verwahrt? War Mohammed Mensch oder Gott?
Und ganz allgemein gefragt: Ist Annemarie Schimmel nur eine sogenannte oder eine tatsächliche Islamexpertin?
Comment / 12-16-2009 / 22:02
Statt einer verkürzenden Antwort-
ähnlich, wie Stefan Blankertz wohl viel mit Thomas von Aquin anfangen kann, ist mein Favorit Ibn Arabi (1165-1240), Auszüge seines Werkes finden die geneigten LeserInnen im untigen Link, ich kann die vollstandige Lektüre dieses hervorragenden Buches nur wärmstens empfehlen, wenn man sich annähern will an die Antwort, was Allah ist, und was eben nicht – nämlich eigentlich kein “Gott” im herkömmlichen Sinn, und was der Koran, der wie Ibn Arabi sagt “ein Buch wie jedes andere” sei, möglicherweise ist, doch lest selbst, um zu erfahren was er damit meint, vom Scheich al Akbar, von vielen späteren und heutigen Muslimen als Ketzer angesehn, und von seinen muslimischen Zeitgenossen und vielen Heutigen als “der grösste Scheich der Scheichs”:
http://books.google.de/books?id=sjbauhagXroC&dq=Der+grenzenlos+Barmherzige+%96+Das+spirituelle+Leben+und+Denken+des+Ibn+Arabi&printsec=frontcover&source=bl&ots=SDfYMFpTvF&sig=4cxcfnaUwYSzQcwjIIX5JV0VkjM&hl=de&ei=Y0MpS76eBojmnAOdktCABQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAgQ6AEwAA#v=onepage&q=&f=false
Dort wird auch eine bemerkenswerte Begegnung des jungen Ibn Arabi mit dem älteren Ibn Rushd geschildert…, aber bitte, lest selbst.
Comment / 12-16-2009 / 22:09
Oh je, der Link ist fast so hässlich wie ich, aber er erfüllt auch seinen Zweck
Comment / 12-18-2009 / 11:25
@ Sklave
wir danken für den hinweis auf das buch und werden es unserer konvertierten (schwester) unter den baum legen.
sie wird es mögen. zunächst war’s nur der schleier, der sie konvertieren liess, da er ihr hässliches gesicht
(wir gehen offen damit um!) im dienst am patienten zweckmässig verhüllen konnte. sonst aber weiss sie noch herzlich wenig vom glauben, den sie aus gründen der allseitigen schonung gegen den christlichen eingetauscht hat. ibn arabi mag ihr nun helfen, ihr problem zu löschen wie wein den durst
…
gesegnete weihnacht.
i.A.
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