Eine Fallstudie (nicht bei Dawkins | eigene Recherche) aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (Kapitel 5):
»1 Überhaupt geht die Rede, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt: dass einer die Frau seines Vaters hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und seid nicht vielmehr traurig geworden, sodass ihr den aus eurer Mitte verstoßen hättet, der diese Tat begangen hat? 3 Ich aber […] habe schon […] beschlossen über den, der solches getan hat: 4 Wenn ihr in dem Namen unseres Herrn Jesus versammelt seid und mein Geist samt der Kraft unseres Herrn Jesus bei euch ist, 5 soll dieser Mensch dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn« (Luther-Bibel 1984).
Aus dem Text erhellt eindeutig:
1. Die Frau ist die Stiefmutter des Mannes (kein Inzest).
2. Die beiden Personen sind erwachsen (kein Kindesmissbrauch).
3. Die beiden Personen sind einverstanden (keine Vergewaltigung).
4. Die Gemeinde hat keine moralischen Einwände.
Zusätzliche Überlegungen:
5. Der Bezug auf Levitikus (3. Buch Mose) 20,11-21 legt nahe, dass es sich um ein von Paulus ausgesprochenes Todesurteil handelt (Paulus allerdings verurteilt nur den Mann zum Tode, unter Levitikus wird der Tod beider verlangt); verklausuliert, weil den Juden das Aussprechen und Vollstrecken von Todesurteilen nach dem Recht der römischen Besatzer nicht zusteht (cf. Heinz- Jürgen Deuster).
6. Die Klausel »wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt« ist eine bewusste Falschinformation, die auch dadurch nicht richtiger wird, dass die Einheitsübersetzung sie per Anmerkung wiederholt. Nach römischem Recht ist zwar die Heirat der Stiefmutter unerlaubt, dieses Vergehen wird jedoch in der Kaiserzeit nicht mehr verfolgt. Bei den antiken Griechen gibt es keinerlei derartige Beschränkungen (nicht einmal ein Wort für Inzest). Da Korinth im altgriechischen Kerngebiet liegt, ist klar, warum die Korinther, selbst wenn sie Judenchristen sind, keine Einwände haben. Paulus muss das bekannt sein, denn er ist im griechischen (heute türkischen) Tarsus aufgewachsen. Man kann also Paulus nicht damit entschuldigen, der damalige Zeitgeist hätte derartige Todesurteile gefordert: Nein. Paulus hat das Todesurteil sowohl gegen den Zeitgeist …
7. … als auch gegen den Geist von Christus Jesus ausgesprochen. Paulus verstößt hier gegen das Jesus-Wort (»wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein«: Paulus immerhin hatte als Christenverfolger bei der Steinigung des Nazoräers Stephanus mitgewirkt und die Gnade des Herrn erfahren: warum gibt er sie nicht weiter?) und gegen die eigene Liebes-Hymnen, die schön sind, die ich hier aber nicht zitiere, weil sie angesichts dieses unmenschlichen Todesurteils, das er ausspricht, wertlos sich erweisen.
P.S. Israels Justizminister fordert das Gesetz der Thora (u.a. Todesstrafe für Blasphemie, Ehebruch, Homosexualität). Lest Dawkins! Verbreitet seine Botschaft! Die Barbaren sind mitten unter uns! Es geht nicht darum, dass der Islam menschenfeindlich ist, sondern die Religion!
Comment / 12-10-2009 / 20:41
Comment / 12-10-2009 / 22:16
In a short time a group of commissioners arrived to begin organization of a new Indian agency in the valley. One of them mentioned the advantages of schools for Joseph’s people. Joseph replied that the Nez Percés did not want the white man’s schools.
“Why do you not want schools?” the commissioner asked.
“They will teach us to have churches,” Joseph answered.
“Do you not want churches?”
“No, we do not want churches.”
“Why do you not want churches?”
“They will teach us to quarrel about God,” Joseph replied. “We do not want to learn that. We may quarrel with men sometimes about things on this earth, but we never quarrel about God. We do not want to learn that.”3
3 U.S. Commissioner of Indian Affairs. Annual Report, 1873, p.527
Comment / 12-10-2009 / 23:40
Schöne Geschichte.
Comment / 12-11-2009 / 01:55
die Geschichte fand ich übrigens hier:
http://www.bogvaerker.dk/wordpress/
Pingback / 12-14-2009 / 22:27
[...] »1 Leute, ich hab es zuerst null auf die Reihe gekriegt, als man mir von den ätzenden Sachen erzählt hat, die bei euch abgehen! So ätzende, eklige Sachen, so was geht ja noch nicht mal bei den Nichtchristen! Ich hab gehört, dass bei euch in der Gemeinde ein Typ ist, der mit seiner Stiefmutter Sex hat. Was geht denn da bitte ab? 2 Und ihr lasst dabei noch voll den Geistlichen raushängen … Es sollte euch total peinlich sein, dass so was bei euch abgeht! Warum habt ihr diesen Typen nicht aus eurer Jesus-Familie rausgeschmissen? 3 Ich bin jetzt ja nicht körperlich bei euch, aber in Gedanken hab ich mit dem Typen schon verhandelt. 4 Wenn ihr das nächste Mal mit Jesus abhängt, dem Chef dieser Welt, dann werde ich in Gedanken bei euch sein. Und Gottes Power ist dann auch voll dabei. 5 Dann solltet ihr den Typen aus der Gemeinde rausschmeißen und ihn damit dem Bösen schutzlos ausliefern. Dadurch wird er zur Vernunft kommen und so hoffentlich gerettet werden an dem Tag, wo wir alle einmal Rechenschaft für unser Leben ablegen werden. 6 Ist schon echt schlimm, dass ihr auf der einen Seite geistlich so abgeht und stolz darauf seid und auf der anderen Seite solche Sachen bei euch passieren. Merkt ihr nicht, dass so etwas immer alle angeht, auch wenn nur einer von euch Mist baut? 7 Schmeißt diesen Typen raus, damit er die Atmo bei euch nicht verseuchen kann! Ihr habt doch reine Luft zum Atmen, weil Jesus durch seinen Tod die Luft rein gemacht hat. 8 Geht dem Dreck in dieser Welt aus dem Weg, ernährt euer Hirn nicht von dem Zeug, was die Welt anbietet, sondern ernährt euch von den guten, reinen, wahren Sachen, die Gott euch anbietet. 9 Ich hab euch schon vor einiger Zeit mal geschrieben, dass ihr den Leuten, die mit allem und jedem im Bett landen, aus dem Weg gehen solltet. 10 Ich habe damit nicht die Leute gemeint, die eh nicht mit Gott leben, die sowieso ohne Hemmungen mit jedem im Bett landen, die legal oder illegal nur hinter Kohle her sind, die ihre Karriere oder das Auto oder auch den Partner zu ihrem Gott gemacht haben! Wenn ihr solchen Menschen aus dem Weg gehen wollt, dann müsstet ihr ja auf den Mond ziehen! 11 Was ich meinte, war, dass ihr so Leute aus eurer Gemeinschaft rausschmeißen solltet, also Menschen, die sich als Christen bezeichnen, aber doch nur hinter der Kohle her sind oder irgendwelche ätzende Sexsachen am Start haben, die in okkulten Sachen drinstecken, ständig betrunken sind oder andere aus der Gemeinschaft abzocken. Mit solchen Leuten solltet ihr euch echt nicht abgeben. 12 Ist jetzt nicht unser Ding, Leute zu verurteilen, die nicht zur Gemeinde gehören, trotzdem seid ihr ganz klar dafür verantwortlich, gegen solche Leute, die bei euch mitmachen und solche Sachen bringen, auch vorzugehen.« 1. Korinter 5 in der Übersetzung nach der Volxbibel. Inhaltlich schon behandelt. [...]
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