Als 12-teilige mp3-Version findet sich auf einer Seite der GoetheUniFfm ein Vortrag von Andreas Gruschka (einem Schüler von Herwig Blankertz) über die Kritische Pädagogik nach Adorno – horchtZ mal …
28.12.2009 / 13:22
Andreas Ullrich
Fundstücke
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Comment / 12-28-2009 / 22:40
Alter Schwede, wenn man die Fragen so zum Schluss hört wird einem schnell klar wie verbohrt Pädagogen doch sein können.
Comment / 12-29-2009 / 11:31
‘herrschafts_freies lehren’ … ‘widerspruch zur zugemuteten intentionalität’ erwarten wollen … schöne maximen!
dem nach, was ich gehört habe, soll es dem lehrenden bei der wissensvermittlung in erster linie um angewandte menschenliebe gehen. das ist respektabel. um aber wissen (dessen vermittlung naturgemäss auch macht_zuwachs bedeutet) nicht aus_zuspielen, sondern in bester absicht bei_zubringen und/oder er_fragen zu lassen, braucht es wahrscheinlich besonders duldsame liebe; sie im praktischen verhältnis lehrer/schüler aufzubringen, erscheint mir so absurd wie die maxime der bibel: ‘liebe deinen nächsten wie dich selbst’: das ist un_möglich.
herrschafts_freies lehren mag im inter_familiären einzel_unterricht gelingen (wo liebe einen soliden boden hat), aber nicht innerhalb bestehender systeme. und auch wenn man diese zugunsten neuer zer_schlagen würde, sähe ich allein wegen der inzwischen eingetretenen gefangenschaft im wissen_müssen (!) kein licht …
da wundert es mich auch nicht, dass die veranstaltung in der frustration des andreas gruschko endete, und auf dessen eindringlich wiederholte frage, wie man es, das (be-)lehren, in der praxis ‘besser machen kann’, die antworten ausblieben.
Comment / 12-30-2009 / 12:23
Hmm, ich hab bloß ein paar Minuten gehorcht.
Ich glaube, es gibt zwei grundsätzliche Arten einen Vortrag zu halten.
Bei der einen Variante hat man einen spartanischen Stichpunktzettel dabei. Vielleicht nicht einmal den. Alles, was vorgetragen wird, ist zwar schon zuvor bedacht worden, wird aber beim Vortragen vom Vortragenden neu gedacht und so frisch und neu bedacht zum lebendigen Vortrag gebracht. Der Stichpunktzettel als grobe Einzäunung, um sich nicht zu sehr zu verzetteln. Der Vortragende denkt also den Vortrag “just in time”, verdaut gedanklich mit – wie seine Zuhörer, hält vielleicht oft inne, spricht in einem bedenkenden Tempo, revidiert sich vielleicht ein paar mal, bezieht vielleicht seine mithorchende Umwelt mit ein. Wie bei einem gemeinschaftlichen Spaziergang.
Und dann gibt es die eiligen Ableser mit ihren kalten, feuchten Händen. Dicht gepackte Gedanken, irgendwann früher aus dem Gehirn gepresst, dicht auf’s fixierende, sichernde Papier gebracht und dann exakt abgespult, abgerufen wie bei einem Marathonlauf, auf den man sich lange vorbereitet hat, damit ja nichts schief geht. Nichts wird nochmal erdacht. Nur Wiedergabe. Und die Horchenden japsen hinterher mit heraushängenden Zungen, wenn sie nicht schon irgendwo im Graben liegen und aufgegeben haben. Vorträge wie man sie gewöhnlich in Schulen, Bildungsanstalten hält.
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