die tatsache, dass wirklich liberale menschen irgendwie ungelitten sind, liegt weniger in der tatsache der unleidlichkeit derselben (ich habe sie als wirklich schöne menschen kennen gelernt) als in der ebenso unbestreitbaren tatsache der miesen qualität scheinliberalen auftretens der lautstärksten kohorten des unreflektierten eigennutzens.
wie immer bestes beispiel ist die ef. in einem unsäglichen artikel lässt sich folgendes lesen (auf den sprachgestus wird besonders hingewiesen!):
Nachdem die wenigen Ureinwohner ausgerottet und die Insel unter französische Herrschaft gelangt war, blühte dort über hundert Jahre lang der Zuckerrohranbau, der mithilfe aus Afrika importierter Sklavenheere betrieben wurde. Haiti wurde zu Frankreichs ertragreichster Kolonie. Als aber im französischen „Mutterland“ die Revolution ausbrach und Robespierre und seine Anhänger die Oberhand bekamen, konnte es nicht ausbleiben, dass einzelne Schwarze, die aufgrund besonderer Umstände eine bessere Bildung genossen hatten, von der in der Metropole herrschenden Gleichheits-Idee angesteckt wurden. [...] Das heutige, nicht erst durch das aktuelle Erdbeben ausgelöste gesellschaftliche und politische Desaster Haitis nahm seinen Lauf mit der nach der Revolution eingeleiteten egalitären Landreform.
schlimm ist also nicht, dass christliche arschlöcher menschen zuhauf massakriert haben, ausgelöscht; dass die entvölkerten landstriche mit blutig geernteten sklaven aufgefüllt und brutalst profitabel bewirtschaftet wurden; dass das blühen der wirtschaft nur auf dem blut und schweiss von rechtlosen knechten wuchs und gedieh … NEIN! empörend war eigentlich nur, dass diese christlich-paradisischen zustände beendet wurden (wie hilflos und dumm auch immer)!
ach ihr christen, fasst euch an die eigene nase: wer so sich jeden möglichen respekt verspielt hat (mitsamt den heutigen christlichen kohorten der besseren werte), der sollte nicht ‘rumpupen von selbsteigentum und verantwortung. der sollte sich in die dunkelste ecke des universums verziehen und bitterlich weinen.
Comment / 02-02-2010 / 20:24
Fragt sich bloss: Kann ef noch tiefer sinken?
Comment / 02-02-2010 / 20:25
das ist keine frage: nein!
Comment / 02-02-2010 / 21:08
“ach ihr christen, …”
Wer Kollektivhaftung der Selbstverantwortung vorzieht, sollte vielleicht nicht “von selbsteigentum und verantwortung” “‘rumpupen”, sondern sich “an die eigene nase” fassen.
Comment / 02-02-2010 / 21:38
ich gebe dir insofern recht (was immer das bedeuten mag), als ich ‘christen’ in anführungszeichen hätte setzen sollen … es gibt andere und anders gestrickte … wie es auch andere sozialisten, kommunisten und demokraten gibt …
Pingback / 02-03-2010 / 11:48
[...] der sollte sich in die dunkelste ecke des universums verziehen und bitterlich weinen. http://blog.freiheitsfabrik.de/?p=2953 __________________ Immer mehr haben immer weniger, damit immer weniger immer mehr [...]
Comment / 02-05-2010 / 09:15
Genau dieser Artikel hat im Kommentar bereich von ef einen monströsen Scheißesturm verursacht. Brauchbar sind nur die historischen Fakten, wonach Haiti von den Regen in die Traufe kam, weil von privater Sklaverei auf öffentliche Sklaverei (franz. Frühsozialismus) gewechselt hatten. Noch wüster wird es bei den ‘lustigen’ Rassisten von SA, wo die Autochone Bevölkerung aufgrund ihrer schwarzen Hautfarbe und den vielen gewöhnlichen Kriminellen in ihrer Gesellschaft mit Tieren gleichgesetzt werden.
Comment / 02-06-2010 / 09:43
Nun ja, Moral is halt n Ding, dass so ausschauen sollte, als ob es von privaten Interessen (vulgo: Profitinteressen) unabhängig wäre. Auch ideologische Interessen nach dem Motto, die Menschen mögen doch bitteschön so ticken, wie ich mir das vorstelle, gehören in die Privatinteressenkiste. Aber ist ein “jenseits von Privatinteressen” (Moral) überhaupt möglich ?
Die Dienstbarmachung von “Moral” zu Gunsten des privaten ideologischen Geschmacks ist bei ef-Kleingärtner ob der Primitivität der Argumentation immerhin dankenswert evident.
Ist das aber bei größeren Geistern (wozu in diesem Fall nicht viel gehört) oder überhaupt bei irgendjemanden anders? Für die Philosophenkönige Plat. und Aristo. z.B. war Sklaverei ne pure Selbstverständlichkeit. Sie wurde umständlich und mit viel “geistreichen” Tamtam gerechtfertigt – schließlich profitierte man heftig davon.
Unsereiner profitiert von den billigen Zeugs aus dem Bekleidungskaufhaus – die swaetshops in Bangla Desh oder Vietnam interessieren nicht. Moralisch muss man sich da halt irgendwas zurechtbasteln. So ist das halt mit dem “allgemein Guten” – ein schwieriges Ding.
Comment / 02-11-2010 / 16:59
Dass man alles missbrauchen kann, von der Unterhose bis zum Menschen geht ein bisschen verloren, bei all den temporal Invektiven in diesem Kommentar.
Sofern es sich dabei nicht um Sklaven handelt – Kinderarbeit verstehe ich nicht darunter – , sehe ich kein Problem darin Bangla oder Vietnamware zu kaufen. Das es den Familien im Allgemeinen schlicht ums Überleben geht und diese nicht aus purer Boshaftigkeit ihre Kinder zur Arbeit schicken, scheint manchen linken Gutmenschen fremd zu sein. Das Gross der Textilindustrie befindet sich außerdem in China.
Man kann natürlich den Standpunkt vertreten, dass solange Menschen unter Bedingungen arbeiten, die man als unsäglich versteht, keine Ware von dort zu kaufen, allerdings verhilft dies einem weder zum moralisch besseren Menschen, noch hilft es den Betroffenen im Konkreten. Wenn sie bessere Aussichten auf Wohlstand hätten, würden sie diese Arbeit nicht annehmen.
Comment / 02-12-2010 / 22:39
“Man kann natürlich den Standpunkt vertreten, dass solange Menschen unter Bedingungen arbeiten, die man als unsäglich versteht, keine Ware von dort zu kaufen, allerdings verhilft dies einem weder zum moralisch besseren Menschen,”
wieso nicht?
” noch hilft es den Betroffenen im Konkreten. Wenn sie bessere Aussichten auf Wohlstand hätten, würden sie diese Arbeit nicht annehmen.”
… und ihr Regim zum Teufel jagen.
Respektive es bleibt stabil und expandiert. Die chinesische Aufrüstung spricht da eine deutliche Sprache.
Wer Chinamüll aus dem pseudokapitalistischen Kommunistenreich kauft, unterstützt die Kommunisten und den eigenen Untergang. Denn sie wollen uns bekantlich mit unseren eigenen Mitteln schlagen. Wenn wir moralisch allerdings so verkommen sind wie vorgeschlagen, haben wir das auch redlich verdient.
Comment / 02-13-2010 / 14:38
ich habe versucht, auf die hier angestossenen überlegungen in den rotry-posts zu reagieren … thnXX
Comment / 03-13-2010 / 18:59
Deswegen ist der Begriff “libertär” ja inzwischen auch bei ernstzunehmenden Menschen als Spielart bräsig-bürgerlicher Spießigkeit restlos diskreditiert:
http://knappster.blogspot.com/2010/03/bit-about-bourgeois-libertarianism.html
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